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And the winner is …

Hamam Originals und Claudia Bessler gratulieren der Gewinnerin des Hamam Tuch-Sets! 

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer/-innen unseres Gewinnspiels. Die Tücher von Hamam Originals sind zu recht heiß begehrt. Jetzt kann sich Christine W. aus Darmstadt über ein zweiteiliges Tuch-Set „Capri“ im Wert von 98,- Euro freuen! Wir wünschen viel Spaß damit!

Personal Shopping für große Größen? Na klar!

„Ja, wieso denn nicht?!“, antwortete ich der Dame, die sich nach meiner Beratung für Größe 46/48 erkundigte. Sie war ganz freudig überrascht. Als ob die Welt nur aus megaschlanken Models und durchtrainierten Sportlerfiguren bestünde! Die Schwierigkeiten meiner Kundin kann ich zwar verstehen, denn die populären Marken und Fashion-Labels produzieren nur für mehr oder weniger schlanke Menschen – und was die Werbung an Trends und Styles zeigt, können Plus Size Kunden oft nicht mitmachen. Doch es gibt für große Größen auch sehr attraktive Schnitte und Styles sowie einige Shopping-Möglichkeiten im Rhein-Main-Gebiet. Gewusst wo, gewusst wie! Sehr gerne begleite ich Plus Size Kunden als Personal Shopper und Stylist, damit sie nicht nur die richtigen „Quellen“ entdecken, sondern auch ihren persönlichen Stil gelungen umsetzen können. Das sollte außerdem nicht an einer Verkäuferin scheitern, die ihre eigene Umsatzprovision im Blick hat! Bevor wir gemeinsam zur Shopping-Tour starten, ist übrigens ein Check des Kleiderschranks sinnvoll. Reduziert um die Stücke, die zu unvorteilhaft, zu ungeliebt, zu unmodern sind, können wir anschließend Ihre Garderobe gezielt und systematisch optimieren. Sie werden sich wundern, wie toll Sie aussehen in Ihren neuen Outfits! Freuen Sie sich darauf und sprechen Sie mich an.

Bottega Veneta Shoperöffnung

Am vergangenen Mittwochabend lud Carlo Alberto Beretta, CEO, zur Eröffnung der neuen Bottega Veneta Boutique am Frankfurter Goetheplatz 5 ein. Bei Champagner und feinen Leberpastetchen tummelten sich stilsichere Gäste. Mein absolutes Highlight des Abends: Aus dem Hauptsitz von BV in Vicenza war eine italienische Mitarbeiterin, die das Handwerk der Leder-Flechttechnik beherrscht, als Präsentatorin zu Gast; sie zeigte anhand ihrer Arbeit, wie eine der besonderen BV Taschen entsteht. Die sympathische Vicenzanerin arbeitet seit 22 Jahren bei Bottega Veneta und liebt ihre Arbeit offensichtlich. Jede Tasche hat also die persönliche Note echter Handarbeit, noch dazu mit Seltenheitswert. Nur noch wenige italienische Mitarbeiter beherrschen nämlich dieses Kunsthandwerk. BV bewahrt es im eigenen Unternehmen, indem sie ausbilden und so das Wissen weitergeben. Für eine „einfache“ Veneta Tasche aus Nappaleder Intrecciato Mallow werden 3 Stunden non stop benötigt, die aufwändigeren Taschen z.B. mit zusätzlichen Stickereien oder Mustern erfordern einen Zeitaufwand von 2 Tagen und drei Stunden. So lernt man die Modelle richtig zu schätzen und versteht den hohen Preis.

Ein gelungener Abend, natürlich auch mit Blick auf die neue Pre-Fall Kollektion 2015/16.
Meine Favoriten: kleine Cardigans mit verdeckter Druckknopfleiste mit Grafik-Print, Kaschmir-Sweater zu Röcken aus bedruckter Wolle und Krepp, Accessoires in Rosa Metallic und für die Herren Blousons aus feinem Nappaleder oder aus Wolle mit Hahnentrittmuster!

Die ersten Sonnenstrahlen genießen.

Für Couture Fans die Institution in Frankfurt!

Lilo Zeh, LILO’SIMG_0909

Ich war 12 Jahre alt, als ich Lilo traf. Meine außerordentlich modeinteressierte Mutter, meine Schwester und ich besuchten Lilo’s erste Boutique im Holzgraben. Nur für Eingeweihte. Ich machte große Augen und sog förmlich alles auf, was ich sah. Meine Schwester sparte auf ihre ersten Cowboystiefel – die echten, coolen, schlichten aus Wildleder mit schmalem Schaft, die man sich damals noch unter die Jeans quetschte. Sie hat diese Stiefel noch heute, voller Stolz abgetragen, aber angereichert mit Erinnerungen. Auch ein Anzug von Apropos kam damals in die Einkaufstüte: rosa-grau, schmale Hose und die Jacke mit zeitgemäß breiten Schulterpolstern. Meine Mutter hat mittlerweile ein schöne Sammlung von Lederjacken. Denn egal, ob von Mugler, Montana oder unbekannten Marken, was Lilo mit sicherer Hand aussuchte, war immer so besonders und sonst nirgendwo zu haben, dass Mutter sie nehmen musste. Als mir ENDLICH etwas bei Lilo’s passte, wurde mein erstes Stück eine Goldie-Röhrenjeans aus weichem Baumwollvelours in Gelb.  Ab diesem Tag waren ich und meine Familie, wohl wie so ziemlich alle, die in Frankfurt modisch etwas auf sich hielten, treue Kunden bei Lilo’s.

Nach meinem Abitur fing ich mit Hingabe an, bei Lilo zu jobben. Das hat unvorstellbaren Spaß gemacht! Weil es immer wieder aufregend war, was es aus den Kartons für die nächste Saison auszupacken gab. Natürlich habe ich einen wahnwitzigen Teil meines Lohns gleich wieder bei Lilo’s gelassen, um mir hier und da eine Kombination leisten zu können. Aber ich bereue nichts! Lilo zeigte mir, wie die Kleidungsstücke zu tragen waren, wo welche Teile gerafft wurden, welcher Knoten wo zu sitzen hatte. Bei Romeo Gigli’s Kleidern und Tops beispielsweise war eine Anleitung besonders wichtig. Aber auch bei Dolce&Gabbana hat es schon immer die Frage ausgemacht, wie was richtig sitzt und zu kombinieren ist; dementsprechend kamen die Teile zur Wirkung. Dank Lilo’s versierter Anleitung konnten wir unsere Kunden perfekt beraten und sie gingen glücklich nach Hause.

Jede meiner Investitionen bei Lilo’s hat sich bis heute gelohnt. Designerstücke auf diesem Niveau haben nun einmal eine außerordentliche Wertigkeit. Viele Sachen habe ich noch heute. Nicht alles kann man noch tragen, allerdings hat weniger Zeitloses dann immer noch enormes Vintage-Potenzial.

Beeindruckend an Lilo ist schon immer ihre Treffsicherheit gewesen. Was Lilo auswählte, hat immer perfekt zu dem jeweiligen Typ gepasst. Kein Wunder, Lilo versteht Mode als individuelle Inszenierung im Sinne eines „personal styling“.

„Lilo’s dürfte eines der wenigen Fachgeschäfte sein, das ausschließlich sehr treue und zufriedeneKunden zählt. (…) Hier kann man schwelgen, seiner Fantasie freien Lauf lassen. Die modischen Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Erlaubt ist was gefällt.“

Dieses Zitat aus einem Bericht über Lilo’s aus dem Jahr 1981 trifft es für mich noch heute, nach über dreißig Jahren. Ihre Kompetenz und ihr mutiges Engagement für visionäre Mode hat unser Frankfurt stetig bereichert. Doch ihre Sichtweise als Trendsetterin und Vorreiterin traf auch auf Ablehnung, zum bedauerlichen Nachteil der Stadt, wie heute klar ist. Frankfurt hätte noch vor Paris und New York, als erste Stadt der Welt ein Mode-Museum haben können. Lilo Zeh hat die Genehmigung 1988 beantragt, die Ausstellungsstücke hätte sie zur Verfügung gestellt. Die Beamten der Stadt lehnten ab. Welch eine Chance wurde da vertan?!

  • Mein Lieblingsstück: Der Rucksack
  • Was ich meist bei der Arbeit trage: Sportliches mit Pfiff
  • Wie ich einkaufe: schnell entschlossen
  • Wie ich Koffer packe: effizient, nur eine Reisetasche.
  • Mein Lieblingsdesigner: das wechselt
  • Was ich an Frankfurt liebe: den Main
  • Was ich mir für Frankfurt wünsche: mehr Gelassenheit und ein Modemuseum.

Aktuelle Marken: Agnona, Bottega Veneta, Friendly Hunting, Lareida, Henry Christ, Odeeh, Orla Kiely, Aquazzura, Moschino.

Lilo’s
Kleine Hochstraße 8
60313 Frankfurt am Main

Öffungszeiten
Telefon 069/293555
http://www.lilo-opera.com