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Claudia Bessler Stylist Frankfurt am Main

Mond-Preise fürs Millionärs-Feeling. Eher uncool.

Tausend Euro für ein Hoodie: Top oder Flop?

Wofür das „Balenciaga“ auf seiner Brust steht, weiß der hippe junge Mann nicht. Egal, er ist jung und hat das Geld. Label wie Balmain & Co, einst phantastische Couturiers und Zauberer wahrer Eleganz, verkaufen heute unter der Regie von Investoren und Konzernen längst keinen Idealismus oder Kunst mehr. Allenfalls Symbole von Erfolg, Durchsetzungsvermögen und Überfluss, gerne mit viel Bling-Bling, wie Philipp Plein zum Beispiel. Dreihundert Euro für ein T-Shirt? Das zahlen Schulabgänger heute durchaus mal ohne Murren. Selbst wenn das Teil nicht mit Kinder- oder moderner Textilsklavenarbeit entstanden ist – selbst wenn es aus 100% ökologisch korrekter Bio-Baumwolle und Fair-Trade-Initiativen stammt – was rechtfertigt eigentlich diesen Preis? Für einen Standardschnitt, ein Standardmaterial, im Prinzip Massenware bis auf den Markennamen und sein perfekt gemanagtes Copyright! Wo bleibt das künstlerische Genie, die visionäre Gestaltungskraft, die innovative Kreativität des Modeschöpfers? Feines Kunsthandwerk, nur noch von wenigen beherrschte Fertigungstechniken wie in der Haute Couture … weit entfernt! Gefeiert wird letztlich das besonders viel Geld-haben, nicht besonders viel Stil. Gehuldigt wird der Cleverness von Managern, Juristen und Investoren – den Geldmachern eben. Die eigentlichen Schöpfer, nämlich die ästhetisch hochbegabten Designer, werden derweil von einer gnadenlosen, immer schneller getakteten Industriemaschinerie ausgepresst und verschlissen. Um ihre Kraft, Empfindsamkeit und Kunst tut es mir aufrichtig leid. Während ich mich frage: „Wohin soll das eigentlich noch führen?“! Okay finde ich das nicht. Klasse hat das nicht. Mehr Bewusstsein bei aller Freude an der Mode würde ich mir sehr wünschen! Geld genug dafür ist offensichtlich ja da.

Claudia Bessler Stylist Frankfurt am Main

CB’s CHOICE IM NOVEMBER!

Claudia Bessler Stylist Frankfurt am Main

CB’s CHOICE IM MAI!

Fashion Scouting in Frankfurt

Claudia Bessler Stylist Frankfurt am MainRegenbogenbunte Fendi World bei Vanilla Shoes & Bags, Börsenstraße 2-4, 60313 Frankfurt/Main

CB’s CHOICE im Oktober!

Dankt King Karl bald ab?

Karl Lagerfeld könnte sich demnächst in den Ruhestand verabschieden, wie Harpers Bazar jetzt berichtet. Nach der Chanel „Cruise Collection“-Show, die am 3. Mai auf Kuba stattfindet, soll Gerüchten zufolge Schluss sein. Auch wenn der Designer stets um sein Geburtsdatum ein Geheimnis gemacht hat, so hat er das Rentenalter allemal erreicht. Der vermutlich 83-jährige Designer, Creativ Director bei Chanel und Fendi, ist „wirklich müde“, wie ein Freund dem Klatsch & Tratsch Ableger der New York Post, Page Six, berichtet haben soll. „Es geht ihm nicht besonders gut und er ist bereit aufzuhören.“ Wie man zu Lebzeiten bereits eine Legende wird, hat wohl auch mit Konstanz zu tun. Lagerfeld hat Chanel seit 1983 geleitet und Fendi seit 1965. Noch 2012 sagte er gegenüber der Presse, er würde sich erst zurückziehen, wenn er stirbt. Jetzt bangen seine Fans um ihn. Unvergessen ist schließlich sein Ausspruch: „Arbeit ermöglicht es, aus dem Gelangweiltsein seinen Lebensunterhalt zu verdienen.“ Welchen Wahrheitsgehalt die Gerüchte haben, ist bislang unklar. Die Sprecher von König Karl haben noch keinen Kommentar abgegeben.

Das Foto zeigt Karl Lagerfeld behind the scenes nach einem Chloé-Defilée Anfang der 90er Jahre.

CB’s CHOICE im Februar