Mehr Mut und Muße zur Individualität!

Gerade war ich mit einer Kundin shoppen, die mir sehr treu ist. Sie hat gelernt, sich nach ihrem Typ zu kleiden. „Manches geht dann einfach nicht.“, sagt sie in der weisen Erkenntnis, modische Entscheidungen besser von den eigenen Proportionen, der eigenen Körpergröße und seinen Formen abhängig zu machen. Statt von der pauschalen Warte der Designer, die in einer artifiziellen Idealwelt mit Modelmaßen kalkulieren. Auch wenn zum Beispiel die Schlaghose jetzt noch so angesagt ist – für die meisten Figurtypen ist sie nun mal ungeeignet. Viel wichtiger, als einem Trend auf Teufel komm raus nachzueifern, ist etwas ganz anderes: Stil. Stil setzt allerdings Persönlichkeit voraus. Stil bedeutet, zu wissen, wer man ist, wofür man steht und was man der Welt zu sagen hat. Es beginnt also im Grunde damit, ehrlich zu sich selbst zu sein. Wenn Mutti aussieht wie die Tochter, stimmt folglich etwas nicht. Seine Charakteristiken als Chancen aufzufassen, seinen Stil auszuprägen, ist ein spannender Prozess, den ich gerne professionell begleite. Aber niemals, wirklich niemals, hat Stil etwas damit zu tun, mit der Masse zu schwimmen. Die Gefahr wird jedoch immer größer. Denn das Angebot wird immer unübersichtlicher, die Kunden reagieren schon zunehmend übersättigt und desinteressiert. Aus Spaß wird leider irgendwie Stress angesichts des galoppierenden Marketing-Wahnsinns von Kollektion, Zwischenkollektion, Pre-Spring, Pre-Fall, Pre-Sale. Will man da ständig raffen, was gerade trendy ist? Egal, ob es zum Typ passt oder nicht? Statt Mode wie am Fließband zu konsumieren, rate ich zum Schnäubig-sein! Tja, können Sie sich noch an früher erinnern, wie man tagelang um das Traumstück im Schaufenster herumschlich? Wie man Lieblingsstücke für sich wie Trüffel entdeckte? Wie man erst noch mal eine Nacht über die Entscheidung geschlafen hat? Das waren noch echte It-Pieces. Sie sind immer noch der Knaller, wenn ich sie heute mit einem super-trendigen Teil mixe.

 

Ein Satz mit x, das war wohl nix!

 

IMG_1535Meine „Goldene Stil-Zitrone“ musste ich wieder einpacken, denn ganz offensichtlich findet der Frankfurter Opernball heute Abend nicht statt. Deutschlands Prominenz feiert momentan in Hamburg die 50. Goldene Kamera. In Frankfurt bleiben die Lichter aus. Die Informationspolitik des Veranstalters im Internet war alles andere als professionell. http://www.mein-opernball.de  Kein Wunder, der Veranstalter bat die Alte Oper darum, den Opernball um eine weiteres Jahr auf 2016 zu verschieben. Daraufhin beendete die Alte Oper das Vertragsverhältnis. http://www.alteoper.de/de/die-alte-oper/aktuelles/ vom 26.06.2014. Es steht also in den Sternen, ob Frankfurt überhaupt in Zukunft wieder einen Opernball haben wird. Bleibt nur noch der Sportpresseball als einziger Red-Carpet-Event in Frankfurt übrig. Sehr schade für eine Stadt, die doch ansonsten so viel Potential und Attraktivität auf internationalem Niveau zu bieten hat.

 

It’s Showtime! Der Frankfurter Opernball 2015

Irgendwie, irgendwann kam unser Frankfurter Opernball ins Stottern. Vor drei Jahren fand der einstweilen Letzte statt, 2013 gab es eine Zwangspause wegen Isolvenz des Veranstalters (der übrigens auch den Namen „Deutscher Opernball“ verkauft hat, ist das nicht ohne Worte?! Inzwischen heißt er so sinnig „Mein Opernball“, aber für mich bleibt er einfach „Der Frankfurter Opernball“!). 2014 verkündete dann der neue Veranstalter Thomas Stein – manchem vielleicht noch von frühen DSDS-Staffeln als Juror im Gedächtnis – der Ball müsse wegen zu geringer Nachfrage auf 2015 verschoben werden. Worauf es noch einmal leicht holperte: Auch in diesem Jahr wurde der Termin erneut um eine Woche auf den 28. Februar vertagt.

>> Inzwischen heißt er so sinnig „Mein Opernball“, aber für mich bleibt er einfach „Der Frankfurter Opernball“! <<

Man darf also sehr gespannt sein, was nun bei diesem Event herauskommt. Potenzial für eine hochkarätige Veranstaltung auf europäischem Niveau wäre ja durchaus vorhanden, was die Kulisse und das künstlerische Renommee des Frankfurter Opernhauses angeht. Und es bedarf gar keines Mörtel-Millionärs, der sich mit eigens gemieteten Promi-Begleiterinnen im Rampenlicht aalt, die allerdings kaum ihre Abgetörntheit verbergen können! Guter Stil und ein bißchen mehr Glamour wären wunderbar für Frankfurt.

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Auf Fotos des Frankfurter Opernballs aus den Jahren 2009  findet man dieses Niveau in der Tat. Elegante Damen und Herren gab es einige, die stilsicher über den roten Teppich liefen, wie Alain Delon, Gudrun Landgrebe, Erol Sander und Gattin, Ornella Muti, Petra Roth, Franziska van Almsick oder Schirmherrin Geraldine Chaplin. In 2011 blieb die A-Prominenz leider schon weg. Bei der Mehrheit aber, vor allem der C-Prominenz, ließ der Geschmack allerdings zu wünschen übrig. Wann, wenn nicht zu einem Opernball, hat eine Frau denn sonst die traumhafte Gelegenheit für eine elegante Abendrobe?! Stattdessen griffen doch manche tatsächlich zu knielangen Cocktailkleidern oder gar zu grauenhaften Knallfarben. Einfach unpassend, sagt da die Fachfrau, und so wenig elegant! Auch wenn der Mann es an sich leichter hat, keinen extremen Anfall von Fremdschämen auszulösen: Nicht jeder Smoking sitzt perfekt, und eine gewisse Haltung gehört auch dazu, meine Herren! Bitte denken sie daran.

Ich werde am 28. Februar während der Einlassstunde am roten Teppich stehen. Meine Eindrücke werde ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Sie dürfen gespannt sein, wem ich 2015 meine „Goldene Stil-Zitrone“ verleihe und wem ich mit Entzücken und Anerkennung gratuliere!

Mode sagt: „Ich auch.“ Eleganz sagt: „Ich allein.“ – Geraldine Stutz, amerik. Verlegerin

Daumen hoch fürs Skyline Plaza

Höchster Shopping-Komfort 

Sie sind nicht jedermanns Sache, doch ich finde Shopping Center praktisch, ganz besonders bei Extremtemperaturen, ob in London oder Dubai. In Frankfurt kann ich das Skyline Plaza nur empfehlen. Obwohl zentral, im Herzen des Europaviertels, gelegen, ist schon das Parken gar kein Thema. Wer gerne in Ruhe stöbern und anprobieren mag, wer nicht gerne an langen Warteschlangen anstehen möchte, der kann hier wunderbar shoppen. Man wird meist auffallend gut beraten. Und wer seine Einkaufstaschen nicht schleppen möchte, dem wird für nur 3,- Euro ein Bring-Service geboten. Diese amerikanische Art von Kundenfreundlichkeit wünscht man sich öfter in der Servicewüste Deutschland!

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Es liegt ein Schatten über dem Paradies …

Im Frankfurter Gallus, im neuen Europaviertel, hat das Skyline Plaza vor etwa eineinhalb Jahren eröffnet. Seither tut sich das Center schwer, während beim Konkurrenten myZeil Betrieb herrscht. Und dann gibt es bei uns ja auch noch das Hessencenter, Isenburgcenter, Main-Taunus-Center und Loop 5 … Was die Stadtplaner sich gedacht haben, steht auf einem anderen Blatt. Dramatisch ist die Situation für den Einzelhandel und seine Angestellten. Die ersten Geschäfte im Skyline Plaza mussten bereits wieder schließen. Zu wenig Kunden, zu wenig Umsatz führten zum Ruin manchen Geschäftsinhabers. Ein Blumenladen, ein Cafè, ein Mode- und ein Schmuckgeschäft mussten schon aufgeben. Im Dezember machte sogar der Lacoste Store im Skyline Plaza dicht. Das Weihnachtsgeschäft war im Skyline Plaza ingesamt enttäuschend. Halten können sich nach wie vor Handelsketten, doch für immer mehr Händler wird es knapp. Die schönen Boutiquen, die Einzelhändler mit ihrem vielfältigen, individuellen Angebot, das freundliche Personal – sie alle hätten mehr Zulauf verdient! Erforderlich wäre dazu natürlich die Unterstützung des Centerbetreibers, zum Beispiel durch Werbung und Aktionen, die Publikum anziehen. Doch daran mangelt es ganz offensichtlich. Zudem wird die U-Bahn Baustelle für das Europaviertel noch lange die Attraktivität der Lage beeinträchtigen. Alles Gründe für mich, das Skyline Plaza weiterzuempfehlen!

Valentinstag: Viel zu schön, um darauf zu verzichten!

CB-Skizze_finalIch wette, der 14. Februar wird matsch-grau-braun und zum Bibbern sein – die übliche Wetterlage seit gefühlten Monaten. Wer, bitteschön, sehnt sich denn jetzt nicht nach Blumen, Farben, Frühlingsgefühlen und Geturtel? Okay, Weihnachten ist gerade mal sieben Wochen her. Aber man(n) kann doch trotzdem mit einem hübschen Präsent und einem geschmackvollen Blumenstrauß Freude schenken?! Ohne diese Aufmerksamkeit würde mir etwas fehlen, da bin ich romantisch!

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Leggings: So hot – so not!

CB-Portrait_final_hochDie Frankfurter Studentin neigt, statistisch betrachtet, zu einer gewissen Uniformierung: In der Uni-Gegend sehe ich jede zweite, dritte junge Frau in Leggings, meist in schwarz, oft in Kombination mit kurzen Pullovern. Im Winter gerne auch mal unter einer Jeansshorts, damit man das sexy It-Piece des Sommers lässig bei Minusgraden tragen kann. Aber das Beste an diesem ach so flippigen Cross-Over ist doch wohl die pausenlose Leggings! Wie konnte sich dieser 80er-Hit bloß derart im jetzigen Jahrzehnt etablieren? Generationen von Mädels gingen in diesem Look zur Turnstunde.

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Die Klassefrau: Was macht sie aus?

CB-Portrait_final_hochMänner werden zu Gentlemen, Ladies erblassen, Paradiesvögel kippen ins allzu Schrille neben ihr: Die Klassefrau ist für ihre Mitmenschen nicht immer einfach. Aber auch darüber steht sie. Sie ist eben eine Klasse für sich. Nicht einfach nur das Idealbild einer modernen Frau, souverän, selbstbewusst und selbstverständlich. Die Klassefrau ist vor allem sie selbst und dabei stets bedacht auf Stil, Würde und Werte. Natürlich ist sie immer, wirklich immer, gut angezogen. Wobei sie auf Extreme gut verzichten kann. Mit Extremen meine ich Leggings in allen Varianten oder Fliege-Puck-Gedächtnis-Sonnenbrillen.

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