Für Couture Fans die Institution in Frankfurt!

Lilo Zeh, LILO’SIMG_0909

Ich war 12 Jahre alt, als ich Lilo traf. Meine außerordentlich modeinteressierte Mutter, meine Schwester und ich besuchten Lilo’s erste Boutique im Holzgraben. Nur für Eingeweihte. Ich machte große Augen und sog förmlich alles auf, was ich sah. Meine Schwester sparte auf ihre ersten Cowboystiefel – die echten, coolen, schlichten aus Wildleder mit schmalem Schaft, die man sich damals noch unter die Jeans quetschte. Sie hat diese Stiefel noch heute, voller Stolz abgetragen, aber angereichert mit Erinnerungen. Auch ein Anzug von Apropos kam damals in die Einkaufstüte: rosa-grau, schmale Hose und die Jacke mit zeitgemäß breiten Schulterpolstern. Meine Mutter hat mittlerweile ein schöne Sammlung von Lederjacken. Denn egal, ob von Mugler, Montana oder unbekannten Marken, was Lilo mit sicherer Hand aussuchte, war immer so besonders und sonst nirgendwo zu haben, dass Mutter sie nehmen musste. Als mir ENDLICH etwas bei Lilo’s passte, wurde mein erstes Stück eine Goldie-Röhrenjeans aus weichem Baumwollvelours in Gelb.  Ab diesem Tag waren ich und meine Familie, wohl wie so ziemlich alle, die in Frankfurt modisch etwas auf sich hielten, treue Kunden bei Lilo’s.

Nach meinem Abitur fing ich mit Hingabe an, bei Lilo zu jobben. Das hat unvorstellbaren Spaß gemacht! Weil es immer wieder aufregend war, was es aus den Kartons für die nächste Saison auszupacken gab. Natürlich habe ich einen wahnwitzigen Teil meines Lohns gleich wieder bei Lilo’s gelassen, um mir hier und da eine Kombination leisten zu können. Aber ich bereue nichts! Lilo zeigte mir, wie die Kleidungsstücke zu tragen waren, wo welche Teile gerafft wurden, welcher Knoten wo zu sitzen hatte. Bei Romeo Gigli’s Kleidern und Tops beispielsweise war eine Anleitung besonders wichtig. Aber auch bei Dolce&Gabbana hat es schon immer die Frage ausgemacht, wie was richtig sitzt und zu kombinieren ist; dementsprechend kamen die Teile zur Wirkung. Dank Lilo’s versierter Anleitung konnten wir unsere Kunden perfekt beraten und sie gingen glücklich nach Hause.

Jede meiner Investitionen bei Lilo’s hat sich bis heute gelohnt. Designerstücke auf diesem Niveau haben nun einmal eine außerordentliche Wertigkeit. Viele Sachen habe ich noch heute. Nicht alles kann man noch tragen, allerdings hat weniger Zeitloses dann immer noch enormes Vintage-Potenzial.

Beeindruckend an Lilo ist schon immer ihre Treffsicherheit gewesen. Was Lilo auswählte, hat immer perfekt zu dem jeweiligen Typ gepasst. Kein Wunder, Lilo versteht Mode als individuelle Inszenierung im Sinne eines „personal styling“.

„Lilo’s dürfte eines der wenigen Fachgeschäfte sein, das ausschließlich sehr treue und zufriedeneKunden zählt. (…) Hier kann man schwelgen, seiner Fantasie freien Lauf lassen. Die modischen Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Erlaubt ist was gefällt.“

Dieses Zitat aus einem Bericht über Lilo’s aus dem Jahr 1981 trifft es für mich noch heute, nach über dreißig Jahren. Ihre Kompetenz und ihr mutiges Engagement für visionäre Mode hat unser Frankfurt stetig bereichert. Doch ihre Sichtweise als Trendsetterin und Vorreiterin traf auch auf Ablehnung, zum bedauerlichen Nachteil der Stadt, wie heute klar ist. Frankfurt hätte noch vor Paris und New York, als erste Stadt der Welt ein Mode-Museum haben können. Lilo Zeh hat die Genehmigung 1988 beantragt, die Ausstellungsstücke hätte sie zur Verfügung gestellt. Die Beamten der Stadt lehnten ab. Welch eine Chance wurde da vertan?!

  • Mein Lieblingsstück: Der Rucksack
  • Was ich meist bei der Arbeit trage: Sportliches mit Pfiff
  • Wie ich einkaufe: schnell entschlossen
  • Wie ich Koffer packe: effizient, nur eine Reisetasche.
  • Mein Lieblingsdesigner: das wechselt
  • Was ich an Frankfurt liebe: den Main
  • Was ich mir für Frankfurt wünsche: mehr Gelassenheit und ein Modemuseum.

Aktuelle Marken: Agnona, Bottega Veneta, Friendly Hunting, Lareida, Henry Christ, Odeeh, Orla Kiely, Aquazzura, Moschino.

Lilo’s
Kleine Hochstraße 8
60313 Frankfurt am Main

Öffungszeiten
Telefon 069/293555
http://www.lilo-opera.com

 

 

Variantenreiche Statement-Ohrringe

Eine umwerfende Kombination aus hellem Violett, Aqua und Nude macht diese Ohrhänger aus. Noch viel schöner als auf dem Papier funkeln die Steine und Farben jedoch in natura. Außerdem sind verschiedene Tragevarianten wie Ohrstecker, Mini-Ohrhänger oder volle Länge möglich! Die komplette Frühlingskollektion ist unter www.stelladot.de/claudiabessler zu finden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: GRAZIA

 

 

 

Mein It-Piece der Woche

Sogar mehr als ein trendiges It-Piece: Diese Bucket-Bag von & Other Stories ist ein super Schnäppchen! Statt 155,00€ jetzt für nur 78,00€ zu haben. Wie hier abgebildet in Schwarze/Taupe oder auch in ganz Schwarz.

Bucket Bag taupe/schwarz

Mid-Season Sale bis zu 50% bei & Other Stories

Seit Kurzem ist die Frühjahrskollektion im Store und schon gibt es bis zu 50% Preisnachlass bei & Other Stories.
Es lohnt sich nicht nur wegen der ausgewählten, reduzierten Teile in Apricot, Hellblau und Ecru, auch die Geschenkverpackungen sind zum Verlieben.

Online & Other Stories oder im Steinweg 5, 60313 Frankfurt/Main.

Neue Schuhe braucht das Land

Roberto GonzalesIMG_1834, Stuart Weitzman

Roberto Gonzales ist Geschäftsführer bei Stuart Weitzman, seit der Shop Anfang Februar 2015 auf der Großen Bockenheimer neu eröffnet hat. Schon mit 15 Jahren kam er aus Chile nach Frankfurt. Später war er viele Jahre bei Gucci auf der Goethestraße tätig und bereicherte unser Stadtbild mit seinem stilsicheren Auftreten. Denn Señor Gonzales im Gucci-Anzug ist wirklich eine Wohltat fürs Auge.

Stuart Weitzman hat international ein sagenhaftes Image, seine Schuhe bestechen nicht nur optisch, sondern auch durch ihre Qualität. Dabei ist SW Designer und Produzent in einem (mit Fertigung in Spanien) – es gibt heute nicht mehr viele, die das vereinen. Roberto Gonzales bezeichnet ihn sogar als einen Schuh-Engeneer.

Zu royaler PR kam Stuart Weitzman dank Kate Middleton. Die Herzogin machte die Wedges von SW berühmt und reiht sich unter viele Prominente, die in Europa für Wirbel um die SW Schuhe sorgen. Werbeträgerin ist Gisele Bündchen und jeder Schuh der aktuellen Kollektion sieht fantastisch aus. Die Modelle sind tragbar von jung bis alt und begeistern mich durchweg. Von Flats über Sneakers, Gladiatoren-Sandalen und Pumps bis zu den Overknees. Preislich liegen die guten Stücke zwar im hohen Segment, aber in Anbetracht ihrer außerordentlichen Qualität relativieren sich die Preise auch wieder zu einer guten Investition.

  • Mein Lieblingsstück: Chilenischer Poncho
  • Mein It-Piece der Saison: all about suede, Rockerchic-Stiefel von SW
  • Mein Lieblingsdesigner: Hedi Slimane
  • Was ich an Frankfurt liebe: Die Dualität dieser Stadt
  • Was ich mir für Frankfurt wünsche: Weiterentwicklung, Offenheit und endlich eine Millionen Bewohner zu haben.

 STUART WEITZMAN

Große Bockenheimer Straße 43
60313 Frankfurt/Main
Tel. 069-21997279

Jetzt sprießen die Shops wie die Krokusse. MCM ist auch wieder da!

Nachdem so langsam die vielen Baustellen in Frankfurts Innenstadt abgebaut werden, eröffnet ein neuer Shop nach dem anderen. Erst das feine italienische Cashmere-Label Brunello Cucinelli um die Ecke der Freßgass‘, im Luginsland 1. Und nun reihen sich auf der Freßgass‘ die neuen Stores von Stuart Weitzman, Twin-Set und MCM nebeneinander.
In den 80er Jahren war die Marke des Münchners Michael Cromer durchaus eine Konkurrenz zu Louis Vuitton. Ich bevorzugte in dieser Zeit die schwarze Variante des Labels. Heute steht wieder, wie damals, das cognac-schwarze Logo-Design im Vordergrund. Aber daneben zeigt MCM jetzt auch rockige Rucksäcke oder pastellfarbene Accessoires. Mein Lieblingsstück dieser Kollektion ist die Geldbörse „Love Letter“ in rosa!

Fundstücke

Zarter Modeschmuck für kleines Budget! Gesehen bei & Other Stories, Steinweg 5.

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Sicher ein Hingucker – und noch dazu praktisch bei einem Sommerschauer, sind diese Badeschuhe mit Absatz! in Knallfarben. Gesehen bei American Apparel, Kaiserstraße 23.

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Schmuck vom Feinsten

Nanna Geller Jewelry   FullSizeRender-1

Nanna Geller-Berger ist in Hamburg geboren. Ihre Ausbildung zur Goldschmiedin hat sie direkt nach der Schule in Boston begonnen und später in San Francisco beendet. Das reichte ihr aber noch immer nicht ganz, und so hat sie noch ihren Bachelor in „fine arts“ mit Fokus auf Bildhauerei drangehängt. In Frankfurt ist sie der Liebe wegen: Vor 13 Jahren verliebte sie sich in einen Frankfurter, der der Vater ihren beiden Kinder wurde – so ist sie gerne geblieben. Ein Glück für Frankfurt! Denn Nanna bereichert unsere Stadt mit bezaubernden, filigranen und besonderen Schmuckkreationen. Sie arbeitet mit edelsten Materialien, die einen „vintage feel“ mit einem „modern look“ kombinieren.

„Eigentlich ist die Bildhauerei meine große Liebe, aber mein Schmuck war schon immer beliebter bei den Kunden. Vor 2 Jahren habe ich mich dann entschieden, nicht mehr der „Jack of all traits“ zu sein und mich nur noch einer Kunst zu widmen. Glücklicherweise funktioniert das auch emotional besser als erwartet.“

  • Was ich meist bei der Arbeit trage? Ich trage schwarze Jeans, T-Shirts und Kaschmirpullies. Fast immer. Zum Arbeiten, zum Essen gehen und ins Theater .
  • Wie ich einkaufe? Ich bin kein grosser Shopper. Ich kaufe lieber wenig und gezielt. Meistens Vintage. Ich bin selten trendy und trage meine Lieblingsstücke Jahre lang.
  • Wie ich Koffer packe? Ich packe nur schwarz ein, das macht es einfach. So kann ich alles miteinander kombinieren und komme sehr lange mit wenig Gepäck zurecht. Dazu ein paar simple Pumps und Stiefeletten. Ich reise irre viel und weiß daher, dass man vom Gepäck noch gut mal die Hälfte zu Hause lassen kann.
  • Was ich immer in der Tasche bei mir trage? Meine Moleskine Skizzenbücher. Ich bin ein sehr visueller Mensch, der alles immer und überall aufnimmt und sammelt. Damit mir der Kopf nicht platzt, schreibe oder zeichne ich alles in diese Bücher, die stapelweise meinen Schreibtisch vereinnahmt haben.
  • Mein Lieblingsstück: Ein sehr großer schwarzer Hut.
  • Mein It-Piece der Saison: … ist eine Lampe . Sie heißt „Petit Machine“, ist von den Dänischen Designern Lindholdt und verkörpert für mich alles, was diese Saison ausmacht. http://beaumarche.dk/product/bordlampe-petite-machine-lyserod-lindholdt2014/
  • Mein Lieblingsdesigner: Chloé und Dries Van Noten für die wichtigen Tage … die anderen werden von Isabel Marant und H&M bequem gemacht.
  • Was ich an Frankfurt liebe: Meine Kinder leben hier, das macht es zu meinem Zuhause.
  • Was ich mir für Frankfurt wünsche: Viel mehr tolle Restaurants, die fehlen mir im Alltag am meisten.

NG Jewelry
Nanna Geller Berger
Braubachstraße 36
60311 Frankfurt am Main
Fon +49 173 3106784

atelier@nannageller.com
www.nannageller.com

 

Sonntagslektüre.

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Geflasht von der Spring Summer Collection 2015 von Bottega Veneta!